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| Mitmachen bis 1. November 2026 |
Briefvorlagen
Portokosten Postversand:
Europa: CHF 1.90
Übrige Länder: CHF 2.50
Schweiz (für Kopien an die Botschaft): A-Post CHF 1.20 / B-Post CHF 1.–
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Social Media: Infos, Vorschläge und Adressen finden Sie unter SOCIAL MEDIA GUIDE
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Adressen
Generalsekretär:
Chen Xiaojiang 陈小江
Secretary-General
Xinjiang Uyghur Autonomous Region Committee
2 Jiankang Lu, Urumqi 830002
Xinjiang Uyghur Autonomous Region
People’s Republic of China
Kopien an
Botschaft der Volksrepublik China
Kalcheggweg 10
3006 Bern
Fax: 031 351 45 73
E-Mail: dashmishu@hotmail.com
Social Media Guide
Hashtag:
#FreeEkpar
Suggested caption:
Option 1
On 9 April 2026 #Uyghur businessman and founder of web platform Baghdax #EkparAsat will have spent a decade deprived of liberty.
📢Urge #China to #FreeEkpar now; raise your voice to call for his release: [insert link to UA]
Option 2
Forcibly disappeared and arbitrarily detained, seemingly only because he is #Uyghur, #EkparAsat has seen his family just once in 10 years.
📢We are calling on #China to #FreeEkpar, and until then, ensure he can see his family, his lawyer and a doctor. [insert link to UA]
Option 3
We can’t say it any better than Uyghur human rights lawyer @RayhanAsat: "Despite a UN ruling declaring my brother’s detention arbitrary, he remains unjustly imprisoned."
📢Help Rayhan reunite with her brother. Call on #China to #FreeEkpar now [insert link to UA]
UA teilen:
Wenn Sie diese UA über Social-Media-Plattformen teilen möchten, bitte unbedingt die folgenden chinesischen Behörden markieren:
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Account information for Ambassadors and Chinese embassies or consulates in your own country can be found at
https://twitter.com/MFA_China/following
China’s Ministry of Foreign Affairs
@MFA_China
Facebook
CHINA MFA Spokesperson 中国外交部发言人 | Facebook
Instagram
@mfa_china
Hintergrund
Es besteht grosse Sorge um den uigurischen Geschäftsmann Ekpar Asat (艾克拜尔-艾赛提), der wegen «Anstiftung zu ethnischem Hass und ethnischer Diskriminierung» eine 15-jährige Haftstrafe in einem Gefängnis in der Präfektur Aksu verbüsst. Es ist nicht bekannt, dass der Fall vor Gericht verhandelt wurde.
Die Haftbedingungen bleiben hinter den in internationalen Menschenrechtsabkommen festgelegten Standards zurück. So hat die Familie von Ekpar Asat berichtet, dass er von Januar 2019 bis mindestens 2021 in Einzelhaft unter isolierten Bedingungen gehalten wurde. In einem ersten Videogespräch, das seine Familie im Januar 2021 mit ihm führen konnte, wurde deutlich, dass der Gesundheitszustand von Ekpar Asat schlecht ist. Die Familie konnte sehen, dass er sehr viel Gewicht verloren hatte, blass aussah und schwarze Flecken im Gesicht aufwies. Zu den Ursachen könnten mangelnde Sonneneinstrahlung oder der fehlende Zugang zu angemessener medizinischer Versorgung gehören.
Mitte des Jahres 2025 konnte ihn seine Familie zum ersten Mal besuchen. Die Reise von ihrem Wohnort zum Gefängnis in Aksu ist beschwerlich und dauert zwölf Stunden. Seine Schwester, Rayhan Asat, ist mehr denn je besorgt, dass die Haft schwerwiegende Auswirkungen auf seine körperliche und geistige Gesundheit hat.
Die chinesischen Behörden sollten seine willkürliche Inhaftierung dringend beenden und konkrete Schritte zur Umsetzung von UN-Empfehlungen unternehmen, einschliesslich der Freilassung aller anderen Personen, die nur aufgrund ihrer ethnischen Zugehörigkeit, ihrer Sprache, ihrer religiösen Überzeugung oder kritischer Meinungsäusserungen inhaftiert sind.
Der uigurische Geschäftsmann und Philanthroph Ekpar Asat setzte sich für ältere Menschen und Kinder mit Behinderungen ein. Er entwickelte eine beliebte Social-Media-App, die Informationen zu einer Vielfalt von aktuellen und kulturellen Themen bereitstellte. Ekpar Asat «verschwand» im April 2016 und wurde später wegen «Anstiftung zu ethnischem Hass und ethnischer Diskriminierung» (民族歧视、煽动民族仇恨) zu einer 15-jährigen Haftstrafe verurteilt. Seine Familie hat nur durch einen Austausch zwischen den chinesischen Behörden und einigen US-Senator*innen im Dezember 2019 und Januar 2020 von seiner Verurteilung erfahren. Derzeit befindet Ekpar Asat sich in einem Gefängnis in der Präfektur Aksu in Xinjiang in Haft.
Im Januar 2021 konnte Ekpar Asat zum ersten Mal seit 2016 Kontakt mit seiner Familie aufnehmen. Bei einem dreiminütigen Videogespräch Ende Januar 2021 berichtete er seiner Familie, dass sich sowohl sein körperlicher als auch sein psychischer Zustand verschlechtert habe. Der Besuch im Gefängnis in Aksu im Jahr 2025 war für die Familie überaus wichtig. Allerdings steht zu befürchten, dass die Entfernung und die Reisekosten regelmässige Besuche verhindern könnten – selbst wenn diese grundsätzlich von den chinesischen Behörden garantiert werden.
Xinjiang ist eine ethnisch äusserst vielfältige Region in China. Mehr als die Hälfte der dort lebenden 22 Millionen Menschen gehören zu überwiegend turksprachigen und meist muslimischen ethnischen Gruppierungen, darunter Uigur*innen (etwa 11,3 Millionen), Kasach*innen (etwa 1,6 Millionen) und andere Bevölkerungsgruppen, deren Sprachen, Kultur und Lebensweise stark von den Han-Chines*innen abweichen, die in China die Bevölkerungsmehrheit bilden. Es werden schätzungsweise eine Million Uigur*innen, Kasach*innen und Angehörige anderer mehrheitlich muslimischer Bevölkerungsgruppen in sogenannten Einrichtungen für «Transformation durch Erziehung» festgehalten. Die chinesischen Behörden bestritten bis Oktober 2018 die Existenz dieser «Umerziehungseinrichtungen». Danach erklärten sie, die Menschen seien freiwillig in diesen Lagern und würden eine Berufsausbildung erhalten. Ziel dieser Einrichtungen sei es, den Menschen eine technische und berufliche Ausbildung zu bieten und ihnen zu ermöglichen, eine Arbeit zu finden und sich zu «nützlichen» Bürger*innen zu entwickeln. Im Widerspruch zu diesen Erläuterungen stehen allerdings die Berichte von ehemaligen Insass*innen dieser Lager, die Schläge, Nahrungsentzug und Isolationshaft beschreiben.
Seit Chen Quanguo 2016 das Amt des Parteisekretärs der Autonomen Region Xinjiang angetreten hat, kann man an den Medienberichten ablesen, wie scharf die neu eingeführten Sicherheitsmassnahmen sind. Im Oktober 2016 gab es zahlreiche Berichte darüber, dass die Behörden in der Region die Reisepässe von Uigur*innen konfisziert hatten, um ihre Bewegungsfreiheit weiter einzuschränken. Im März 2017 erliess die Autonome Region Xinjiang eine Verordnung zur «Entradikalisierung», die ein breites Spektrum an Handlungen beschreibt und diese als «extremistisch» einstuft und verbietet. Dazu zählen unter anderem «Verbreitung von extremistischem Gedankengut», die Verunglimpfung von staatlichen Radio- oder Fernsehsendern und die Weigerung, diese zu konsumieren, sowie das Tragen von Burkas oder «ungewöhnlichen» Bärten. Darüber hinaus zählen Widerstand gegen nationale Politik sowie das Veröffentlichen, Herunterladen, Aufbewahren und Lesen von Artikeln oder Publikationen und audiovisuellen Beiträgen mit «extremistischem Inhalt» zur Liste dieser «extremistischen» Handlungen. Aufgrund der Verordnung wurde zudem ein «Zuständigkeitssystem» eingerichtet, mit dem die «Antiextremismus-Arbeit» der Regierung in verschiedene Bereiche eingeteilt und jährlich überprüft wird.
China ist bisher den Aufforderungen der internationalen Gemeinschaft und auch Amnesty International nicht nachgekommen, unabhängige Expert*innen uneingeschränkt nach Xinjiang einreisen zu lassen. Stattdessen versucht die chinesische Regierung, kritische Stimmen zu unterdrücken, indem sie nur sorgfältig ausgewählte Delegationen aus verschiedenen Ländern zu streng durchgeplanten und überwachten Besuchen nach Xinjiang einlädt.
Im Jahr 2021 stellte Amnesty International fest, dass China neben anderen schweren Menschenrechtsverletzungen mindestens folgende Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen hat: Folter, Inhaftierung und Verfolgung von Uigur*innen und anderen turksprachigen Muslim*innen in Xinjiang.
Im August 2022 veröffentlichte das UN-Hochkommissariat für Menschenrechte einen lange erwarteten Bericht, in dem frühere Erkenntnisse von Amnesty International und anderen bestätigt wurden. Der Bericht macht deutlich, dass das Ausmass der willkürlichen und diskriminierenden Inhaftierung und Behandlung von Uigur*innen, Kasach*innen und anderen überwiegend muslimischen Personen in Xinjiang als völkerrechtliches Verbrechen, und insbesondere als Verbrechen gegen die Menschlichkeit, eingestuft werden kann. Im August 2024, zwei Jahre nach der Veröffentlichung des Berichts, gab das UN-Hochkommissariat für Menschenrechte eine Erklärung ab, in der es betonte, dass in China trotz ihren klaren Anliegen und konkreten Empfehlungen «nach wie vor viele problematische Gesetze und politische Massnahmen existieren».
Erst kürzlich forderte der UN-Hochkommissar für Menschenrechte in seinem mündlichen Bericht an den Menschenrechtsrat vom Februar 2026 die chinesischen Behörden auf, «die Anwendung vager strafrechtlicher, administrativer und nationaler Sicherheitsbestimmungen zur Unterdrückung der friedlichen Ausübung von Grundrechten einzustellen ... und alle willkürlich Inhaftierten freizulassen». Er fügte hinzu, dass er «bedauerte, dass die Behörden früheren Empfehlungen und der Rechenschaftspflicht nicht nachgekommen sind, um die Rechte der Uigur*innen und anderer muslimischer Minderheiten in Xinjiang und der Tibeter*innen in ihren Regionen zu schützen».
Details
| UA-Nummer: Erscheinungsdatum | Aktualisiert am: Index: |
UA 079/20-3 26.03.2026 | - ASA 17/0843/2026 |
| Voraussichtlich mitmachen bis: | 1. November 2026 |
| Ganze Urgent Action (Word): | deutsch english |
| Nur der Modellbrief (Word): | deutsch english |
Da sich eine Situation ändern kann, prüfen Sie bitte vor dem Versenden, ob die Briefaktion noch aktiv ist.
English version
Health concerns for Uyghur detained for decade ›
Ekpar Asat is not just a well-travelled, educated businessman; he is also a Uyghur. And because of this, he has been detained since April 2016, partly incommunicado, while his family has faced significant challenges as they advocate for his release. Finally able to visit him in mid-2025, his family expressed concerns for his physical and mental health. Chinese authorities should urgently end his arbitrary detention and take concrete steps to implement UN recommendations, including the release of all other individuals detained solely because of their ethnicity, language, religious belief or expression.
Ekpar Asat is a Uyghur tech entrepreneur, media founder and philanthropist dedicated to helping older people and children with disabilities. He founded a popular social media app that featured information on a variety of current affairs and cultural topics. He went missing in April 2016, after which he was later convicted without any known trial on charges of «inciting ethnic hatred and ethnic discrimination» (煽动民族仇恨, 民族歧视) and allegedly sentenced to 15 years in prison. According to his family, they only found out about the trial through communications between the Chinese authorities and a few US senators in December 2019 and January 2020. He is currently detained in a prison in Xinjiang’s Aksu Prefecture.
Ekpar Asat was finally able to communicate with his family in January 2021 for the first time since 2016. Based on this communication, his family reported that his health appeared to have deteriorated. During the three-minute video conversation with his family members in late January 2021, he was seen to have lost a lot of weight and looked pale with black spots on his face. He told his family members that his health was declining both physically and mentally. The 2025 visit to Aksu Prison was an important moment for the family, but there are concerns that the distance and cost of the travel may preclude regular visits – even where those are in principle guaranteed by the Chinese authorities.
About Xinjiang/the Uyghur Region
Xinjiang is one of the most ethnically diverse regions in China. More than half of the region’s population of 22 million people belong to mostly Turkic and predominantly Muslim ethnic groups, including Uyghurs (around 11.3 million), Kazakhs (around 1.6 million) and other populations whose languages, cultures and ways of life vary distinctly from those of the Han ethnic group, who comprise the vast majority of the population in the rest of China.
Since 2017, under the guise of a campaign against «terrorism» and «religious extremism», the Chinese authorities have carried out massive and systematic abuses against Muslims living in Xinjiang. It is estimated that over a million people have been arbitrarily detained in internment camps throughout Xin-jiang since 2017, under vague definitions of extremism that have allowed for widespread targeting of individuals who peacefully express their cultural identity. In 2021, Amnesty International found China to have committed at least the crimes against humanity of torture, imprisonment and persecution against Uyghurs and other Turkic Muslims in Xinjiang, alongside other serious human rights violations.
In August 2022, the OHCHR released a long-awaited report complementing those findings and stating that the Chinese authorities’ arbitrary and discriminatory detention and treatment of Uyghurs, Kazakhs and other predominantly Muslim groups in Xinjiang may constitute crimes under international law, in particular crimes against humanity. In August 2024, marking two years since their report was published, the OHCHR issued a statement emphasising that «many problematic laws and policies remain in place» in China, despite their clear concerns and concrete recommendations.
Most recently, in his February 2026 Oral Update to the Human Rights Council, the UN High Commissioner for Human Rights called on Chinese authorities to «stop using vague criminal, administrative and national security provisions to suppress the peaceful exercise of fundamental rights… and to release all those arbitrarily detained». He added that he «regretted the lack of follow-up by the authorities on previous recommendations and on accountability, to protect the rights of Uyghurs and other Muslim minorities in Xinjiang, and of Tibetans in their regions».
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Please take action before 1 November 2026.
You'll find all necessary adddress- and social media information above. English model letter as a word-file.