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Setzen Sie sich für die palästinensischen Bewohner*innen von Zanuta ein:
Senden Sie einen Appellbrief per Post oder E-Mail. Kopie an die Botschaft über X/Twitter, Facebook oder Instagram.
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| Mitmachen bis 21. Januar 2027 |
Briefvorlagen
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Portokosten Postversand:
Europa: CHF 1.90
Übrige Länder: CHF 2.50
Schweiz (Kopien Botschaft): A-Post CHF 1.20 / B-Post CHF 1.–
Weltweite Briefzustellung: Der Versand von Briefen ist in fast alle Länder möglich. Trotzdem kann der Zustellservice aus unterschiedlichen Gründen zeitweise eingestellt werden. Wir aktualisieren die Infos soweit möglich. Bitte prüfen Sie vorher bei der Schweizer Post (Verkehrseinschränkungen ›), ob Briefe im Zielland aktuell zugestellt werden.
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E-Mail:
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- Sie können die Nachricht gerne anpassen und z.B. den Namen und die Forderungen hervorheben.
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Social Media:
Infos, Vorschläge und Adressen finden Sie unter SOCIAL MEDIA GUIDE.
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Weitere Infos sowie Q&As zum Mitmachen bei den Urgent Actions finden Sie hier oder Sie können uns gerne fragen
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Adressen
Generalstabschef der Israelischen Streitkräfte:
Lieutenant General Eyal Zamir
Yitzhak Rabin Military Base
HaKirya, 27 Kaplan Street
Tel Aviv 6473424
ISRAEL
E-Mail: cogat.pnz@gmail.com ; mapazahal@gmail.com
Kopien an
Botschaft von Israel
(Alpenstrasse 32, Postfach, 3000 Bern 6)
Fax: 031 356 35 56
E-Mail: ambassador-sec@bern.mfa.gov.il
X/Twitter: https://x.com/israelinch
Facebook: https://www.facebook.com/IsraelinSwitzerland
Instagram: https://www.instagram.com/israelinswitzerland/
→ Die israelische Botschaft hat bedauerlicherweise angefangen, Briefe ungeöffnet wieder zurückzusenden. Falls Sie die Möglichkeit haben, senden/posten Sie Ihren Brief via X/Twitter, Facebook oder Instagram.
Social Media Guide
Suggested messaging:
Israeli authorities must immediately ensure the safe return of Palestinians from Zanuta to their village & must dismantle the Meitarim outpost. As an occupying power, Israel has the obligations to protect the lives & livelihoods of the occupied population.
TAKE ACTION NOW: LINK TO THE UA
The community of Zanuta, some 250 Palestinians including 100 children, must be allowed to return to their village to rebuild their homes, livelihoods & community infrastructure. Israeli authorities must ensure their full protection from settler attacks. This is not a favour; it is an obligation.
TAKE ACTION NOW: LINK TO THE UA
Hintergrund
Zwischen dem 27. Oktober und dem 1. November 2023 mussten alle 250 Bewohner*innen von Zanuta aus dem Dorf fliehen, in dem ihre Vorfahren seit dem 19. Jahrhundert gelebt hatten. Grund waren wiederholte gewaltsame Überfälle und Angriffe durch israelische Siedler*innen aus einem nahegelegenen rechtswidrigen Aussenposten. Fast drei Jahre später leben die Vertriebenen noch immer verstreut an verschiedenen Orten. Sie konnten bisher trotz zahlreicher Versuche nicht nach Zanuta zurückkehren.
Am 29. Juli 2024 wies der Oberste Gerichtshof Israels die israelische Polizei und das Militär an, die sichere Rückkehr der Einwohner*innen von Zanuta zu ermöglichen und sie vor Gewalt durch Siedler*innen zu schützen. Am 3. Februar 2025 wies das Gericht dieselben Behörden erneut an, den Menschen die Rückkehr zu ermöglichen, unbefugte Personen aus dem Dorf zu entfernen und den Bewohner*innen den Wiederaufbau der seit ihrer Vertreibung zerstörten Gebäude zu gestatten. Zwei Jahre später haben die israelischen Behörden diese Anordnungen noch immer nicht umgesetzt, und das Dorf Zanuta droht dauerhaft unbewohnbar zu werden.
Als Besatzungsmacht ist Israel verpflichtet, das Leben und die Lebensgrundlagen der Palästinenser*innen im Besetzten Palästinensischen Gebiet zu schützen – das gilt auch für die Menschen in Zanuta. Die Behörden haben Gewalt durch Siedler*innen zu verhindern und müssen die Verantwortlichen strafrechtlich verfolgen. Die Präsenz israelischer Siedler*innen im besetzten Westjordanland, einschliesslich Ostjerusalem, verstösst gegen das Völkerrecht. Israelische Siedlungen und Aussenposten, die auch nach israelischem Recht illegal sind, müssen daher abgebaut werden.
Zanuta ist eine von 121 palästinensischen Gemeinden im besetzten Westjordanland, die überwiegend von Beduin*innen und Hirt*innen bewohnt sind bzw. waren und deren Bewohner*innen zwischen Januar 2023 und April 2026 durch Angriffe von Siedler*innen oder entsprechende Zugangsbeschränkungen ganz oder teilweise vertrieben wurden. Zu diesem Schluss kommt das Amt der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA). Zanuta ist darüber hinaus eine von 46 Gemeinden, aus denen in diesem Zeitraum alle palästinensischen Bewohner*innen vertrieben wurden.
Zwischen dem 27. Oktober und dem 1. November 2023 packten alle Einwohner*innen von Zanuta ihre Habseligkeiten zusammen und flohen aus dem Dorf. Zuvor war es wiederholt zu gewalttätigen Überfällen durch Siedler*innen aus einem nahegelegenen Aussenposten namens «Meitarim Farm» gekommen war, die sich nach dem 7. Oktober 2023 erheblich verschärft hatten.
Vor ihrer Vertreibung lebten in Zanuta etwa 250 Palästinenser*innen, die seit dem 19. Jahrhundert in dem Dorf ansässig waren und ihren Lebensunterhalt mit Schafzucht, Milchwirtschaft und Ackerbau bestritten. Da ihre Lebensweise vollständig vom Zugang zu Land abhängt, lebten die Bewohner*innen unter Israels Apartheid-System und der staatlich unterstützten Gewalt von Siedler*innen seit Jahrzehnten in ständiger Unsicherheit. Zusätzlich zu den seit 2011 gegen die Häuser des Dorfes erlassenen Abrissverfügungen verschlimmerte sich ihre alltägliche Notlage durch die Errichtung von Siedlungsaussenposten rund um das Dorf ab 2021, insbesondere durch den Aussenposten «Meitarim Farm». Damit begann eine anhaltende und sich stetig verschärfende Welle von Angriffen durch Siedler*innen auf die Palästinenser*innen in Zanuta. Die Schwere dieser Angriffe und die führende Rolle von Yinon Levi – dem Gründer der Meitarim-Farm – veranlassten das Vereinigte Königreich und die USA Sanktionen gegen ihn zu verhängen, darunter ein Einfrieren seiner Vermögenswerte und ein Reiseverbot sowie Sanktionen, die sich gegen den Aussenposten Meitarim-Farm richteten. Diese Sanktionen haben sich als völlig unzureichend erwiesen, um diese Angriffe zu verhindern; stattdessen haben sie sich sogar noch verschärft.
Nach dem 7. Oktober 2023 nahm die Häufigkeit und die Schwere der Angriffe durch Yinon Levi und andere Siedler*innen dramatisch zu und es kam fast täglich zu Vorfällen. Die Einwohner*innen berichteten, dass Siedler*innen ihren Besitz, darunter Zelte und Klassenzimmer der Schule in Zanuta, in Brand gesteckt hätten. Sie seien in ihre Häuser eingebrochen, hätten ihre Kinder mit Gewehren geschlagen und absichtlich Abwasser auf ihre Felder gepumpt. Die Bewohner*innen baten die Polizei um Hilfe, aber sie erhielten keine Antwort. Bis zum 1. November 2023 hatte die gesamte Gemeinschaft aus Angst um ihre Sicherheit das Dorf verlassen und im nahegelegenen Dorf Al-Dhahiriya Zuflucht gesucht, wo sich der Grossteil der Gemeinschaft trotz zahlreicher Versuche, nach Zanuta zurückzukehren, nach wie vor aufhält.
Der Oberste Gerichtshof Israels entschied zweimal, nämlich 2024 und 2025, zugunsten der Palästinenser*innen aus Zanuta: Er bekräftigte ihr Recht auf Rückkehr in ihr Dorf bzw. auf ihr Land und verpflichtete die israelische Polizei und das Militär, ihre Rückkehr zu koordinieren und sie während dieses Prozesses zu schützen. Polizei und Militar haben die Gerichtsurteile jedoch bewusst nicht umgesetzt. Die Bewohner*innen von Zanuta unternahmen zahlreiche Versuche, allein oder in Gruppen in ihr Dorf zurückzukehren, trafen dabei jedoch stets auf Gewalt seitens der Siedler*innen, die von der Armee unterstützt wurden.
Der Fall Zanuta veranschaulicht die Politik der ethnischen Säuberung, die von der derzeitigen israelischen Regierung betrieben wird. Zu dieser Einschätzung kam Amnesty International in ihrem jüngsten Bericht über die gewaltsame Vertreibung von Hirten- und Beduinengemeinschaften im Gebiet C des besetzten Westjordanlands.
Zwei Jahre nachdem der Internationale Gerichtshof in seinem Gutachten die israelische Militärpräsenz im palästinensischen Gebiet, dessen Annexion und das dort herrschende diskriminierende Vorgehen als Völkerrechtsverstösse einstufte und Israel aufforderte, seine rechtswidrige Besatzung zu beenden und die illegalen Siedlungen aufzulösen, müssen die Bemühungen der Palästinenser*innen aus Zanuta, in ihr Dorf zurückzukehren, endlich unterstützt werden. Gleichzeitig dürfen die vielen anderen palästinensischen dörflichen oder städtischen Gemeinschaften, die vertrieben wurden oder denen unmittelbar die Vertreibung droht, nicht vergessen werden.
Details
| UA-Nummer: Erscheinungsdatum | Aktualisiert am: Index: |
UA 076/26 21.07.2026 | - MDE 15/1320/2026 |
| Voraussichtlich mitmachen bis: | 21. Januar 2027 |
| Ganze Urgent Action (Word): | deutsch english |
| Nur der Modellbrief (Word): | deutsch english |
Da sich eine Situation ändern kann, prüfen Sie bitte vor dem Versenden, ob die Briefaktion noch aktiv ist.
English version
Let Zanuta residents return to their village
The Palestinian community of Zanuta in the South Hebron Hills of the occupied West Bank, which consists of 250 people, including 100 children, has been forcibly displaced since October 2023, as a result of state-backed settler violence. The Israeli police and military have repeatedly and deliberately failed to facilitate the residents’ safe return or protect them from settler violence, violating their obligations under international law as well as two Israeli Supreme Court rulings. Israeli authorities must, without further delay, ensure the rapid and safe return of Palestinians from Zanuta to their community, protect them from further settler violence, allow them to rebuild their homes and community infrastructures. The Israeli authorities must rapidly remove the illegal settler outposts established on the lands of Zanuta.
Zanuta is one of 121 predominantly Bedouin and herding Palestinian communities in the occupied West Bank that have faced full or partial displacement due to violence by settlers and access restrictions between January 2023 and July 2026, according to UN OCHA. It is also one of 46 communities completely displaced in that same period.
Between 27 October and 1 November 2023, all residents of Zanuta packed up their belongings and fled the village after a recurrent violent raid by settlers from a nearby outpost called Meitarim Farm, which significantly escalated after 7 October 2023.
Before their expulsion, Zanuta was home to some 250 Palestinians, including around 100 children, who had been living in the village since the 19th century and subsisted on sheepherding, dairy production and agriculture. Their unique way of life, entirely dependent on the land, had already been denied security and stability for decades under Israel's system of apartheid and state-backed settler violence. In addition to demolition orders issued against the village's homes since 2011, their daily suffering intensified with the establishment of settler outposts surrounding the village from 2021 onward, most notably the Meitarim Farm outpost. This marked the beginning of a prolonged and steadily intensifying wave of settler attacks against Palestinians in Zanuta. The severity of these attacks and the leading role of Yinon Levi - the founder of Meitarim Farm - led the United Kingdom and the United States to impose sanctions on him, including an asset freeze and travel ban, as well as sanctions targeting the Meitarim Farm outpost. These sanctions have proven wholly inadequate to deter these attacks, which have instead escalated.
Following 7 October 2023, the frequency and severity of the attacks by Levi and other settlers escalated dramatically, with incidents occurring almost daily. Residents described settlers setting fire to their properties, such as tents and classrooms in Zanuta’s school, breaking into their homes, beating their children with rifles and deliberately pumping sewage onto their farmland, and how their calls for help to the police remained unanswered. By 1 November 2023, the entire community had left out of fear for their safety and sought refuge in the near village of Al-Dhahiriya where most of the community is still residing despite numerous attempts to return to Zanuta.
The Israeli Supreme Court ruled in favour of the Palestinians of Zanuta twice, in 2024 and 2025, reaffirming their right to return to their village/lands and requiring the Israeli police and military to coordinate for their return and to protect them during this process. However, these authorities have deliberately failed to implement the court rulings. The residents of Zanuta made numerous attempts to return to their village, both individually and in groups, but were always met by violence by settlers, with the support of the army.
The case of Zanuta illustrates the policy of ethnic cleansing pursued by the current Israeli government, as concluded by Amnesty International in its recent report on Israel's forcible displacement of herding and Bedouin communities in Area C of the occupied West Bank.
As we mark two years of the International Court of Justice’s Advisory Opinion, which found Israeli military presence in the Palestinian territory, its annexation and its discriminatory regime to be in violations of international law and ordered Israel to end its unlawful occupation and dismantle illegal settlements, the efforts of the Palestinians of Zanuta to return to their village must be supported. At the same time, the many other Palestinian communities that have been displaced or remain at imminent risk of displacement—must not be forgotten, they need all our support and campaigning. Palestinians shall not be erased.
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Please take action before 21 January 2027.
You'll find all necessary adddress- and social media information above. English model letter as a Word-file.