Rassismus ist ein Angriff auf die Grundidee der Menschenrechte, dass alle Menschen gleich sind. Dennoch werden Menschen aufgrund ihrer «Hautfarbe», ihrer Abstammung oder anderer Zuschreibungen, diskriminiert und ausgegrenzt − auch in der Schweiz.
In Kürze
Vorurteile, Hass und Gewalt gegenüber Menschen, die als «anders» oder «fremd» wahrgenommen werden, haben viele Ursachen – und sie haben schwerwiegende Folgen: Sie reichen von Ausgrenzung und Diskriminierung über Apartheid bis hin zu ethnischen Säuberungen und Völkermord.
Rassismus ist ein Angriff gegen die universellen Menschenrechte an sich: Die Menschenrechte basieren auf der Idee, dass alle Menschen gleich und frei geboren sind; Rassismus negiert dies, indem er Gruppen abwertet und ausgrenzt. Der Schutz vor rassistischer Diskriminierung ist denn auch ein Grundpfeiler der internationalen Menschenrechtsgesetzgebung, unter anderem in Artikel 7 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte.
Was ist Rassismus?
Rassistische Vorurteile, Hass und Gewalt gegenüber Menschen haben viele Ursachen – und sie haben schwerwiegende Folgen: Sie reichen von Ausgrenzung und Diskriminierung bis hin zu ethnischen Säuberungen und Völkermord. Eine Einführung.
Rassistische Übergriffe in der Schweiz 2024
Anteile der ständigen Wohnbevölkerung von 15–88 Jahren, die angeben, rassistische Diskriminierung erlebt zu haben. In Prozent (Quelle: ZidS/BFS)— © FRB
0Anteil der Befragten, die angaben, bei der Arbeit und der Stellensuche Diskriminierung erlebt zu haben. In Prozent (Quelle: ZidS/BFS)— © FRB
0Anteil der Befragten, die Rassismus in Form von verbaler Gewalt oder Bedrohung oder Beleidigung erlebten. In Prozent (Quelle: ZidS/BFS)— © FRB
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AMNESTY-MAGAZIN: RASSISMUS IN DER SCHWEIZ
Das AMNESTY-Magazin für Menschenrechte vom September 2025 thematisiert im Dossier den Rassismus in der Schweiz – und stellt dabei die Auswirkungen von Vorurteilen, Stereotypisierungen und Angriffen auf die Betroffenen ins Zentrum.
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