Warum braucht es eine neue Konzernverantwortungsinitiative?
Im November 2020 wurde die Konzernverantwortungsinitiative von der Mehrheit der Stimmberechtigten angenommen, verfehlte jedoch knapp das Ständemehr. Somit gibt es in unserem Land weiterhin kein griffiges Konzernverantwortungsgesetz. Das muss sich ändern: Auch Schweizer Multis müssen bei ihrer Geschäftstätigkeit die Menschenrechte und Umweltstandards einhalten.
Der Gegenvorschlag des Bundesrats
Offener Brief an den Bundesrat
Die Konzernverantwortungsinitiative fordert, dass Schweizer Konzerne endlich dafür geradestehen müssen, wenn sie Menschenrechte verletzen oder die Umwelt zerstören. Der nun vom Bundesrat präsentierte Gegenvorschlag enthält problematische Schlupflöcher, wodurch schwerwiegende Fälle nicht abgedeckt sind. Unterschreiben Sie den offenen Brief und fordern Sie den Bundesrat auf, beim Gegenvorschlag nachzubessern.
Der unglaubliche Sammelerfolg
Eingereichte Unterschriften
0Gesammelte Unterschriften in den ersten 14 Tagen
0Freiwillige Unterschriftensammler*innen
0
Im Fokus: Die Schweiz im Rückstand
Wie kann ich mich für die neue Konzernverantwortungsinitiative engagieren?
Amnesty Schweiz unterstützt die neue Konzernverantwortungsinitiative, damit die Konzerne mit Sitz in der Schweiz die Menschenrechte und Umweltstandards respektieren. Engagieren auch Sie sich für die Initiative!
Mehr zur Konzernverantwortungsinitiative
- Indonesien
Agrarmulti Wilmar will Menschenrechtsverletzungen in Indonesien vertuschen
Mit einer Kampagne versucht der Agrarriese Wilmar die Ausbeutung von Arbeitskräften zu vertuschen, die Amnesty International aufgedeckt hat. Dabei profitiert der Palmöl-Produzent von der laschen Haltu...
- USA
Das Gesetz über den Export von Konfliktmineralien soll ausser Kraft gesetzt werden
Wird das Gesetz über den Export von Konfliktmineralien ausgesetzt, droht eine Verschleierung skrupelloser Geschäftspraktiken.
- Shell
Freipass für künftige Menschenrechtsverletzungen
Ein britisches Gericht hat die Sammelklage von Bewohnerinnen und Bewohnern des nigerianischen Niger-Deltas gegen den Ölkonzern Shell wegen Umweltverschmutzung abgewiesen. Dies gibt den britischen Mult...
- Konzernverantwortungs-Initiative
Schweiz: Standortpolitik mit Scheuklappen
Der Bundesrat empfiehlt am 11. Januar 2017 die Konzernverantwortungsinitiative zur Ablehnung. Damit verpasst er die Gelegenheit, die grossen Herausforderungen im Bereich Wirtschaft und Menschenrechte ...
- Ecuador
Indigenen-Anführer verhaftet
Nach der Ausrufung des Ausnahmezustands in der Region Morona Santiago geht die ecuadorianische Regierung weiter gegen Indigene und lokale Umweltorganisationen vor.